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Die Schola Cantorum

Private oder auch stille Messen hielten die Priester ohne besondere Feierlichkeit ab. Öffentliche Messen dagegen wurden festlich gestaltet und zumeist musikalisch mit Gesang begleitet.

Nach den Aufzeichnungen von Johannes Diaconus, die er im 9. Jahrhundert verfasste, soll Papst Gregor I. die sogenannte Schola cantorum als Sängerschule gegründet und ihren Unterhalt über eine eigens für diesen Zweck gegründete Stiftung sichergestellt haben. Wahrscheinlich existierte die Schola cantorum aber schon früher, denn in der Sammlung römischer Ritualriten, die um das Jahr 700 entstanden, findet sich erstmals die Bezeichnung „Ordo cantorum“. Damit ist die Gesangsordnung gemeint, auf der auch die gregorianischen Gesänge basieren. Im frühen 8. Jahrhundert wurde der Begriff „Schola“ schriftlich fixiert und wenig später mit „Schola cantorum“ präzisiert. Eine herausragende Stellung kam dabei dem Leiter dieser Gesangsschule zu, dem seit dem 10. Jahrhundert die niederen Geistlichen der Stadt unterstanden. Die Bedeutung dieser Einrichtung lag in der Pflege, Erweiterung und Verbreitung der liturgischen Gesänge weit über die Grenzen Roms hinaus.

In weiten Teilen Europas – vor allem im Karolingerreich, aber auch in England – entstanden Mitte des 8. Jahrhunderts Kathedral- und Klosterschulen nach Vorbild der Schola cantorum. Eine zentrale Stellung hatte Metz inne. Im Austausch mit Rom versuchte man eine Vereinheitlichung der Melodien des Chorals zu erreichen. Ziel war dabei, dass die Gesänge in allen Messen gleich klingen sollten. Dennoch bildete sich in der Vermischung mit der gallikanischen Überlieferung eine zum altrömischen Gesang gegensätzliche römisch-fränkische Variante heraus, sodass letztlich deutliche Unterschiede bei den Chorälen zu verzeichnen waren.

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