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Verkürzte Kindheit

Der Mensch des Mittelalters ordnete den unterschiedlichen Lebensaltern sieben verschiedene Stufen zu. Die erste Stufe der Kindheit verlief lediglich bis zum dritten Lebensjahr.

Die Jugend als zweite Stufe galt mit dem Erreichen des 14. Lebensjahres als abgeschlossen. Diese Vorstellung über die Dauer von Kindheit und Jugend hatte ihre Entsprechung in der realen Alltagswelt vieler Kinder. Frühe berufliche Ausbildung und auch Kinderarbeit waren an der Tagesordnung. Dies bedeutete, dass spätestens ab dem sechsten Lebensjahr von ihnen erwartet wurde, dass sie arbeiteten. Vor allem Kinder aus den unteren sozialen Schichten waren betroffen, unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder auf dem Land aufwuchsen. Zu den Arbeiten, für die sie gerne eingesetzt wurden, zählten Tätigkeiten im Bergbau, für die ihre noch geringe Körpergröße vorteilhaft war.

Natürlich kannten die Kinder aller Schichten nicht nur Arbeit, sondern auch das Spiel. Der soziale Status der Eltern war jedoch ausschlaggebend für die Möglichkeiten, den kindlichen Spieltrieb auszuleben. So wurden beispielsweise die Mädchen der Oberschicht zwar früh zu bestimmten Arbeiten wie der Anfertigung von feinen Stickereien angehalten, jedoch waren ihre Möglichkeiten, ihre Persönlichkeit auch im Spiel zu entfalten, deutlich höher. Die Mehrheit der Bevölkerung verfügte allerdings nicht über die finanziellen Mittel, um etwa die Töchter lediglich mit der Herstellung von exquisiten Kleidungsstücken zu beschäftigen, sondern hier mussten vielmehr alle Kinder zum wirtschaftlichen Überleben der Familie beitragen. Der Status der Eltern innerhalb der Gesellschaft führte überdies zu einer Differenzierung bei der Art des jeweils zur Verfügung stehenden Spielzeugs. Zu den Standardspielzeugen der Kinder gehörten Puppen, Kreisel, Tonmurmeln sowie Tierfiguren aus Ton oder Holz. Schaukelpferde, bemalte Vögel aus Keramik und auch Musikinstrumente wie Trommel und Tamburin kamen bei den Kindern der reichen Oberschicht hinzu.

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