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Finanzen der Ritter

Nur wenige Ritter gehörten dem Hochadel an, die überwiegende Mehrheit der Ritterschaft zählte zum niederen Adel. Dieser reichte weder an die politische und wirtschaftliche Machtfülle des Hochadels noch an die des Klerus heran, was sich wiederum auf die finanzielle Situation der Ritter auswirkte. Ihre Dienstleistung, der Einsatz in Kriegszeiten und die Verteidigung des Landes ließ sich nicht so ohne Weiteres in klingende Münze umsetzen.

Der Ritterstand verfügte zwar über ausgedehnte Privilegien, hatte aber auch stetig hohe Kosten zu tragen, die auch in Friedenszeiten anfielen, denn gleichzeitig mussten die Ritter wehrhaft bleiben und im Kriegsfall bereitstehen. So war es insbesondere ab dem Spätmittelalter durch die Machtkonzentration an den Fürstenhöfen und die aufstrebenden Patrizierhäuser in den Städten für die Ritter häufig sehr schwierig, ihr Einkommen zu sichern. Nur wenigen wohlhabenden Rittern gelang es, sich im niederen Adel dauerhaft zu behaupten. Zahlreiche Rittergeschlechter fielen zurück in den Bauern- oder Bürgerstand, dem sie ursprünglich entstammten.

Einkünfte der Ritter

Die Ritter finanzierten sich größtenteils durch die Erträge, die die Bauern als Pächter ihres Landes erwirtschafteten. Ihre finanzielle Macht und darüber auch die Möglichkeiten zur politischen Einflussnahme veränderten sich im Laufe der Jahrhunderte wesentlich. Zählten sie im Frühmittelalter noch zu der Bevölkerungsgruppe, die finanziell recht gut ausgestattet war, so war es ab dem Hochmittelalter für die Ritter deutlich schwieriger, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dies begründet sich vor allem in andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen der Königreiche und Fürstenhäuser untereinander. Missernten, die nicht nur die Bauern, sondern auch indirekt die Ritter betrafen, taten ihr Übriges.

Kosten der Ritter

Die ständige Bereitschaft zur Verteidigung des Landes und der Burg sowie auch die Kriegsdienste als Vasall in den Schlachten ihrer Lehnsherren waren kostspielig. Allein die Ausrüstung des Ritters – gepanzerte Rüstung, Lanze und Schwert, Schild und Streitross - kostete ein kleines Vermögen. Während der Abwesenheit des Ritters von seiner Burg und seinem Land musste er die Sicherheit seiner Schutzbefohlenen jedoch weiterhin gewährleisten und dafür Sorge tragen, dass seine Burg nicht angegriffen wurde. Auch die Kosten für diese Vorsorgemaßnahmen musste der Ritter übernehmen. Die Gesamtkosten der mit der Ritterschaft verbundenen Ausgaben ließen sich nicht wesentlich verringern, die Einnahmen schwankten hingegen beträchtlich. Um der wachsenden Macht der Fürsten und aufstrebenden Bürger entgegenzutreten, sahen die Ritter als letzte Möglichkeit den Zusammenschluss in Ritterbünden, um ihre Interessen durchzusetzen.

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