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Kleidung nach dem Stand

Die Bekleidung war für den Menschen des Mittelalters einer der wichtigsten Indikatoren, um den jeweiligen Stand seines Gegenübers zu erkennen. Schriftlich fixierte Kleiderordnungen schrieben den verschiedenen Ständen bindend vor, welche Kleidung als standesgemäß galt und somit getragen werden durfte. Erst im Spätmittelalter zeichnete sich eine Aufweichung der Kleiderordnungen ab, denn das aufstrebende Bürgertum in den Städten und auch einige reich gewordene Bauern setzen sich über die Vorschriften hinweg und kleideten sich nun ebenso prunkvoll wie die Angehörigen des Adels.

Kleidung des Klerus

Zwischen dem 4. und 9. Jahrhundert entwickelte sich sukzessive eine eigene liturgische Kleidung. Die gravierenden Unterschiede zur Alltagskleidung lagen etwa darin, dass der Klerus die Ablösung der Langtunika durch die Kurztunika nicht vollzog, sondern als Abgrenzung zur übrigen Gesellschaft an der Langtunika festhielt. Die unterschiedlichen Gewänder wurden darüber hinaus nun bestimmten liturgischen Funktionen fest zugeordnet.

Die Hauptbestandteile der liturgischen Kleidung lagen bereits im 6. Jahrhundert fest. Veränderungen der Kleidung betrafen den Verwendungszweck einzelner Kleidungsstücke und die Aufnahme weiterer als liturgische Zwei Adelige in kostbaren GewändernKleidung. Vom 13. Jahrhundert an standen Form, Ausstattung und Stoff im Vordergrund; ein regelrechter Farbkanon der liturgischen Kleidung entwickelte sich ab dem 12. Jahrhundert.

Kleidung des Adels

Die Kleidung war eines der Statussymbole des Adels. Aufgrund dieses Faktums legten die Angehörigen dieses Standes größten Wert darauf, dass ihre Kleidung aus kostbaren Stoffen gefertigt war, an denen sich die hohe Geburt seines Trägers ablesen ließ. Reiche Verzierungen dieser Stoffe traten als Merkmal hinzu, ebenso wie die Färbung, denn das Tragen bunter Kleidung war das Privileg des Adels. Kostbare Accessoires komplettierten das Bild. Doch auch aus der Form der Kleidung ließen sich Rückschlüsse auf den jeweiligen Status des Adligen ablesen. Generell war der Rang um so höher anzusiedeln, je enger und länger die Kleidung ausfiel. Während der gesamten Epoche des Mittelalters zeigte die Kleidung des Adels modische Veränderungen und Entwicklungen.

Kleidung der Bauern, Handwerker und Bürger

Die Kleidung der einfachen Landbevölkerung veränderte sich während des gesamten Mittelalters kaum. Sie musste vor allem geeignet sein, körperliche Arbeiten ungehindert darin ausführen zu können und war deshalb gemäß ihrem Zweck schlicht und weit. Für die Handwerker galten eigene Kleidervorschriften, die für die Mitglieder der Zünfte bindend und in der jeweiligen Zunftordnung schriftlich fixiert waren. Die Bürger – wie etwa die Kaufleute in den Städten – waren ebenfalls an geltende Kleiderordnungen gebunden. Vor allem die Reichen unter ihnen setzten sich jedoch etwa ab dem Spätmittelalter zunehmend über diese Vorschriften hinweg und kleideten sich oftmals noch prächtiger als der Adel.

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